Abstrakt
Die strategische Auswahl der Linsengeometrie – sphärisch oder eben – prägt entscheidend die opto-thermische Leistungsgrenze von Leuchtdioden im tiefen Ultraviolett (DUV-LEDs) und bestimmt so deren Wirksamkeit in anwendungsspezifischen photochemischen Prozessen. Diese Studie zeigt, dass sphärische Linsen aufgrund ihrer überlegenen Lichtsammelgeometrie die optische Extraktionseffizienz und die Wärmemanagementleistung im Vergleich zu herkömmlichen Planlinsen deutlich verbessern. Diese technischen Leistungsmerkmale führen direkt zu unterschiedlichen funktionellen Ergebnissen: Sphärische Linsen ermöglichen eine schnelle, hochintensive Verarbeitung, während ebene Linsen besser für einen kontrollierten, dauerhaften Betrieb geeignet sind. Die Ergebnisse legen ein grundlegendes Prinzip für das DUV-LED-Verpackungsdesign fest: Die Linsengeometrie kann angepasst werden, um die Effizienz für bestimmte photochemische Aufgaben zu optimieren, und bietet so einen klaren Weg von der Geräteentwicklung zur anwendungsorientierten Leistung.
Schlüsselwörter: tiefes ultraviolettes Licht; Planlinse; sphärische Linse
1. Einführung
Leuchtdioden im tiefen Ultraviolett (DUV-LEDs) weisen ein beträchtliches Anwendungspotenzial in zahlreichen Bereichen auf, darunter Sterilisation, biochemische Sensorik, Wasseraufbereitung und Luftreinigung. Dennoch wird ihre breitere Einführung durch zwei anhaltende technische Herausforderungen behindert: begrenzte Lichtextraktionseffizienz und unzureichendes Wärmemanagement.
Optisch ist zwar eine herkömmliche Quarzglaseinkapselung für die Haltbarkeit notwendig, ihre Geometrie bestimmt jedoch entscheidend die Wirksamkeit der Lichtextraktion. Herkömmliche planare Fenster können die stark divergierende Emission von DUV-LED-Chips nicht effektiv sammeln, wodurch ein erheblicher Teil des Lichts im Gehäuse eingeschlossen wird und die externe Quanteneffizienz erheblich eingeschränkt wird [1–5]. Elektrisch gesehen weisen DUV-LEDs typischerweise einen geringen elektrooptischen Umwandlungswirkungsgrad von nur 15–25 % auf, wobei der Rest der Eingangsleistung als Wärme verloren geht, wodurch das Wärmemanagement ein entscheidender Faktor für die Geräteleistung und Betriebszuverlässigkeit ist [6,7]. Das thermische Verhalten von DUV-LEDs bestimmt entscheidend ihre langfristige Zuverlässigkeit. Erhöhte Sperrschichttemperaturen verringern nicht nur die optische Leistung, sondern beschleunigen auch die Alterung des Geräts und können zu einer irreversiblen Verschlechterung führen. Als integraler Bestandteil der Verpackungsarchitektur bestimmt das Linsendesign sowohl die optische Feldverteilung als auch die Wärmewiderstandseigenschaften [8,9]. Frühere Studien haben einen positiven Zusammenhang zwischen dem Wärmewiderstand der Verpackung und der Sperrschichttemperatur festgestellt und den Wärmewiderstand als Schlüsselfaktor für die LED-Lebensdauer identifiziert. Daher haben sich die Minimierung des Wärmewiderstands und die Optimierung der Wärmeableitungswege als zentrale Forschungsprioritäten herausgestellt [10,11]. Diesem Prinzip folgend untersucht diese Arbeit systematisch den Einfluss sphärischer und planer Linsenkonfigurationen auf die photothermische Leistung von DUV-LEDs.
Basierend auf dem vorstehenden Verständnis schlägt diese Studie eine übergreifende Hypothese vor: Die strategische Auswahl der Linsengeometrie (sphärisch versus eben) ermöglicht die Optimierung optothermischer Parameter innerhalb eines DUV-LED-Systems. Dieses optimierte optothermische Leistungsprofil soll direkt die Effizienz und Qualität spezifischer photochemischer Reifungsprozesse bestimmen. Insbesondere wird erwartet, dass die intrinsischen geometrischen Unterschiede zwischen sphärischen und ebenen Linsen eine unterschiedliche Modulation der optischen Ausgangsintensität und der Sperrschichttemperatur der DUV-LED bewirken. Es wird dann die Hypothese aufgestellt, dass diese einzigartigen Kombinationen optothermischer Parameter den unterschiedlichen Anforderungen verschiedener photochemischer Reifungsanwendungen entsprechen, beispielsweise der Erzielung einer schnellen oxidativen Reifung oder der Erleichterung einer allmählichen, kontrollierten Alterung.
Um diese Hypothese zu testen, ist die vorliegende Studie in zwei kohärente und logisch aufeinanderfolgende Phasen gegliedert. Zunächst untersuchen wir systematisch den Einfluss sphärischer versus planer Linsengeometrien auf die optische Ausgangsintensität und die thermische Leistung von DUV-LEDs mit dem Ziel, Verpackungslösungen zu identifizieren, die sowohl die Lichtleistung als auch das Wärmemanagement synergetisch verbessern. Diese Phase umfasst eine vergleichende Analyse der photothermischen Leistung und einen 1000-stündigen beschleunigten Alterungstest zur Bewertung der Gerätezuverlässigkeit und zur Aufklärung von Degradationsmechanismen.
Um anschließend zu demonstrieren, wie sich diese technische opto-thermische Leistungshülle direkt auf die Anwendungsergebnisse auswirkt, setzen wir die charakterisierten DUV-LEDs in einem modellhaften photochemischen Prozess ein: der beschleunigten Alterung von gelbem Wein. Heutige Mainstream-Alterungstechnologien haben sich in zwei Hauptrichtungen entwickelt. Die erste ist die traditionelle Reifung von Töpfergefäßen. Als klassische Technik beruht diese Methode auf der mikroporösen Struktur des Tongefäßes, um einen langsamen Gasaustausch zwischen dem Wein und seiner Umgebung zu ermöglichen und so über Monate oder sogar Jahre der natürlichen Lagerung ein reichhaltiges und mildes Geschmacksprofil zu entwickeln. Dieser Prozess wird jedoch durch seine lange Dauer, den erheblichen Platzbedarf, die hohen Kosten und die Anfälligkeit der Produktqualitätsstabilität gegenüber Umweltfaktoren erheblich eingeschränkt [12,13]. Der zweite Weg ist die moderne beschleunigte Alterungstechnologie, die darauf abzielt, die Engpässe traditioneller Methoden zu überwinden. Beispielsweise werden biologische Modulationsansätze eingesetzt, die die Beimpfung ausgewählter funktioneller Mikroorganismen (z. B. spezifische Hefen, veresternde Bakterien) oder die Zugabe exogener Enzympräparate umfassen, um die Synthesewege spezifischer Aromastoffe gezielt zu katalysieren und so eine kontrollierte Aromaentwicklung und einen verkürzten Produktionszyklus zu erreichen. Dennoch konzentrieren sich bestehende Beschleunigungstechniken überwiegend auf die Regulierung biochemischer Prozesse und verfügen nicht über präzise Mittel zur selektiven Anregung lichtempfindlicher Komponenten im Wein mithilfe hochenergetischer Photonen [14,15]. Diese identifizierte Lücke bietet eine ideale Testumgebung für die Validierung unserer Kernhypothese.
Daher untersuchen wir durch den Einsatz von DUV-LEDs, die bei 255 nm, 265 nm und 275 nm arbeiten, in Verbindung mit beiden optischen Konfigurationen systematisch deren Alterungseffekte auf Gelbwein. Die experimentellen Ergebnisse bestätigen, dass die DUV-Behandlung frischen Proben schnell sensorische Eigenschaften verleihen kann, die für traditionell gereiften Wein charakteristisch sind, und bietet so eine effiziente und innovative Alterungstechnologie. Durch diesen Ansatz gelingt es uns, eine direkte Korrelation zwischen den linsengesteuerten optothermischen Eigenschaften und ihrer Wirksamkeit in bestimmten Anwendungen herzustellen.
2. Materialien und Methoden
Diese Studie bewertete systematisch die wichtigsten Leistungskennzahlen von Leuchtdioden (DUV-LEDs) im tiefen Ultraviolett (Shenzhen Ruibao Light Technology Co., Ltd., Shenzhen, China), die bei drei unterschiedlichen Wellenlängen betrieben werden – 255 nm, 265 nm und 275 nm – einschließlich der relativen Ausgangsintensität (willkürliche Einheiten, au), der Sperrschichttemperatur und der Gerätezuverlässigkeit. Für jede Wellenlänge wurde eine Vergleichsanalyse zwischen zwei Linsenverpackungskonfigurationen durchgeführt: einer ebenen Linse und einer sphärischen Linse.
Wie in Abbildung 1 dargestellt, wurden beide Verpackungsstrukturen auf einem Keramiksubstrat aus Aluminiumnitrid (AlN) mit den Maßen 3,85 mm × 3,85 mm hergestellt. Das AlN-Keramiksubstrat wurde vor allem aufgrund seiner hohen Wärmeleitfähigkeit, die eine effiziente Wärmeableitung fördert, sowie seiner hervorragenden elektrischen Isolationseigenschaften ausgewählt. Die optischen Fenster wurden aus synthetischem Quarzglas (Suprasil 3001 oder gleichwertige Qualität) hergestellt und gewährleisten eine hohe Durchlässigkeit (>90 %) und eine ausgezeichnete Beständigkeit gegen tiefe ultraviolette Strahlung. Um eine präzise physikalische Interpretation zu erreichen und die Reproduzierbarkeit zu gewährleisten, werden folgende wesentliche geometrische und optische Parameter der Linsen festgelegt: Die Planlinse ist ein planparalleles Fenster mit einer Dicke von 1,0 mm; Die sphärische Linse ist eine plankonvexe halbkugelförmige Linse mit einem Krümmungsradius (ROC) von 1,5 mm und einer Mittendicke von 3,0 mm, was zu der in Abbildung 1b dargestellten endgültigen Pakethöhe führt. Darüber hinaus wurde auf die äußere (der Luft zugewandte) Oberfläche beider Linsentypen eine breitbandige Antireflexionsbeschichtung (AR) aufgebracht, die für den Spektralbereich von 250–280 nm optimiert ist. Diese Beschichtung reduziert den Fresnel-Reflexionsverlust an jeder Linse-Luft-Grenzfläche auf unter 1 %, wodurch dieser Verlustfaktor bei den beiden Vergleichslinsenkonfigurationen ausgeglichen und minimiert wird. Dieser kontrollierte Zustand ermöglicht es der nachfolgenden Analyse, sich gezielt auf die Auswirkungen zu konzentrieren, die sich aus den intrinsischen geometrischen Unterschieden zwischen den Linsen ergeben.
Abbildung 1. Schematische Darstellungen von DUV-LED-Verpackungskonfigurationen. (a) Sphärische Linsenverpackung: Plankonvexe Halbkugellinse (ROC = 1,5 mm), über UV-beständiges Silikon mit dem AlN-Substrat verbunden; (b) Planlinsenverpackung: Planparalleles Fenster (Dicke = 1,0 mm) mit identischen Dichtungs- und Substratparametern. Wärme 1: Wärme vom Chip → Linse → Oberflächenluftkonvektion, die normalerweise weniger als 10 % der gesamten Wärmeableitung ausmacht. Wärme 2: vom Chip erzeugte Wärme → Aluminiumnitrid-Keramiksubstrat → Wärmeschnittstellenmaterial → Kühlkörper → Umgebungsluft.
Um die Hermetik und langfristige Zuverlässigkeit des Gehäuses sicherzustellen, wurde ein hochreines, tief-ultraviolettbeständiges Silikonmaterial als Dichtungsmedium verwendet, um eine hermetische Verbindung zwischen der Quarzglaslinse und dem AlN-Keramiksubstrat zu erreichen.
Um das Risiko einer thermischen Verschlechterung bei längerem Betrieb zu verringern, wurden alle LED-Geräte mit dem Hochleistungs-Wärmeleitkleber STARS-992 thermisch mit Aluminiumkühlkörpern (40 × 40 × 11 mm) verbunden. Der Klebstoff wurde vier Stunden lang bei Raumtemperatur ausgehärtet, um eine stabile mechanische und thermische Schnittstelle zu bilden und so eine gleichmäßige Wärmeableitungsleistung während der gesamten Experimente sicherzustellen. Die Sperrschichttemperatur (TJ) wurde mit einem integrierten Wärmemanagementsystem LEDT-300B/H – einem Aufbau, der speziell für die thermische Charakterisierung von LEDs entwickelt wurde – in Verbindung mit einem UNI-T-Gleichstromnetzteil gemessen, das Antriebsströme im Bereich von 20–60 mA lieferte. Für die Messungen wurde die Durchlassspannungsmethode verwendet, die den genau definierten negativen Temperaturkoeffizienten nutzt, der für Halbleiterübergänge charakteristisch ist. Mit zunehmender Temperatur nimmt die Durchlassspannung annähernd linear ab, was eine genaue Bestimmung der Sperrschichttemperatur ermöglicht. Alle thermischen Messungen wurden in einer Date Compare-Klimakammer durchgeführt, die eine stabile Umgebungstemperatur von 25,0 ± 0,5 °C aufrechterhielt und so die Reproduzierbarkeit und Konsistenz der experimentellen Ergebnisse gewährleistete.
Zuverlässigkeitsbewertungen der Geräte wurden unter Verwendung einer Alterungstestkammer LR-253 mit konstanter Temperatur und Luftfeuchtigkeit durchgeführt. Die Alterungstests wurden unter kontrollierten Umgebungsbedingungen von 25 °C und 50 % relativer Luftfeuchtigkeit über eine Dauer von 1000 Stunden durchgeführt. Wir haben die relative Ausgangsintensität (willkürliche Einheiten, au) der DUV-LEDs mit einem hochauflösenden FX4000-Ex-Spektrometer gemessen. Alle Geräte wurden unter identischen Geräteeinstellungen über den Antriebsstrombereich von 20–60 mA charakterisiert, um eine gültige Vergleichsanalyse sicherzustellen.
Für die Reifungsuntersuchung des Gelbweins wurde Hua Diao Yellow Wine als Probenmatrix ausgewählt. Die Gelbweinproben wurden über Zeiträume von 10, 20 und 30 Tagen mit tiefem ultraviolettem Licht unter Verwendung der zuvor beschriebenen DUV-LED-Geräte bestrahlt. Spektrale Veränderungen während des Alterungsprozesses wurden mit einem Edinburgh-Spektrometer überwacht. Alle Spektralmessungen wurden unter konsistenten experimentellen Bedingungen durchgeführt, um die Reproduzierbarkeit sicherzustellen und eine objektive Analyse der Auswirkungen der Exposition gegenüber tiefem Ultraviolett auf die Reifung von Gelbwein zu unterstützen und so wissenschaftlich belastbare Schlussfolgerungen zu ermöglichen.
3. .Ergebnisse und Diskussion
3.1. Analyse der optischen Leistung verschiedener Linsen
Bei der Verpackung von tief-ultravioletten Leuchtdioden (DUV-LEDs) schließt die hohe Energie der tief-ultravioletten Strahlung aufgrund ihrer schnellen Photodegradation den Einsatz organischer Verkapselungsmaterialien aus. Daher wird Quarzglas (Quarz) als Verkapselungsmedium verwendet. Um die an jeder Schnittstelle zwischen Dielektrikum und Luft auftretenden Fresnel-Reflexionsverluste zu verringern, wurde auf die Außenfläche beider Linsentypen eine Breitband-Antireflexionsbeschichtung (AR) aufgebracht, die den Reflexionsgrad im 250–280-nm-Band auf unter 1 % pro Oberfläche reduziert.
Unter dieser Bedingung ausgeglichener und minimierter Grenzflächenreflexion zeigen unsere experimentellen Ergebnisse, dass Pakete mit sphärischen Linsen durchweg eine höhere optische Leistung erzielen als solche mit Planlinsen. Dies zeigt, dass der Leistungsvorteil der sphärischen Linse nicht auf der Überwindung eines Reflexionsnachteils beruht, sondern auf ihrer intrinsischen geometrischen Überlegenheit [16,17,18].
Wie in Abbildung 2a dargestellt, wurden in dieser Studie zwei Linsenarchitekturen – sphärisch und plan – in den DUV-LED-Paketen implementiert. Die relative Ausgangsintensität beider Linsentypen wurde mit einem spektrometerbasierten Messsystem bei unterschiedlichen Antriebsströmen systematisch bewertet. Experimentelle Daten zeigen, dass bei der schrittweisen Erhöhung des Antriebsstroms von 20 mA auf 60 mA alle getesteten DUV-LED-Geräte einen konsistenten und bemerkenswerten Anstieg der Ausgangsintensität über alle drei Emissionswellenlängen hinweg zeigten.
Abbildung 2. Optothermische Leistung von DUV-LEDs mit sphärischen und planen Linsen. (a) Relative Ausgangsintensität (au) als Funktion des Antriebsstroms (20–60 mA) bei 255 nm, 265 nm und 275 nm; (b) Sperrschichttemperatur (TJ, °C) als Funktion des Antriebsstroms (20–60 mA) bei denselben Wellenlängen.
Insbesondere bei einer Wellenlänge von 255 nm stieg die relative Intensität des Geräts mit sphärischer Linse von 25.000 AE auf 65.000 AE, während die des Geräts mit ebener Linse von 20.000 AE auf 59.000 AE anstieg. Bei 265 nm zeigte die Konfiguration mit sphärischer Linse einen Anstieg von 25.000 AE auf 58.000 AE au, verglichen mit einem Anstieg von 17.000 au auf 55.000 au für die Planlinse. Bei 275 nm zeigte die sphärische Linse einen Intensitätsanstieg von 22.000 AU auf 59.000 AU, während die ebene Linse nur von 17.000 AU auf 51.000 AU zunahm
Bemerkenswert ist, dass die durch die sphärische Linse erzielte Verbesserung der optischen Leistung bei 265 nm am deutlichsten war. Bei einem Antriebsstrom von 30 mA erreichte der Intensitätsunterschied ein Maximum von 9000 AU, was die überlegene optische Ausgangsleistung der sphärischen Linse bei dieser spezifischen Wellenlänge unterstreicht.
Eine umfassende Analyse bestätigt, dass Geräte mit sphärischen Linsen über die drei repräsentativen DUV-Wellenlängen hinweg durchweg höhere relative Ausgangsintensitäten (au) erzielen als Geräte mit ebenen Linsen. Unter identischen Betriebsbedingungen bietet die sphärische Linse eine relative Intensitätssteigerung von mindestens 25 % im Vergleich zur ebenen Linse. Diese Verbesserung ist in erster Linie auf die überlegene Lichtsammelfähigkeit der sphärischen Linse zurückzuführen. Seine gekrümmte Oberfläche und die höhere effektive numerische Apertur ermöglichen es ihm, einen größeren Teil des stark divergent emittierten Lichts des Chips einzufangen und umzuleiten, wodurch die Gesamtauskopplungseffizienz des Lichts aus dem Gehäuse verbessert wird. Der dominierende Mechanismus für die beobachtete Signalverstärkung ist die verbesserte Lichtextraktionsgeometrie der sphärischen Linse selbst.
3.2. Analyse der Betriebsübergangstemperaturen für verschiedene Linsen
Diese Studie präsentiert eine systematische vergleichende Analyse der thermischen Eigenschaften von lichtemittierenden Diodengeräten im tiefen Ultraviolett, die bei drei unterschiedlichen Wellenlängen betrieben werden: 255 nm, 265 nm und 275 nm. Wie in Abbildung 2b dargestellt, wurde bei allen Gerätekonfigurationen ein konsistenter Aufwärtstrend der Sperrschichttemperatur beobachtet, als der Antriebsstrom von 20 mA auf 60 mA erhöht wurde. Die detaillierten Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen: Bei 255 nm stieg die Übergangstemperatur von Geräten mit sphärischen Linsen von 31,63 °C auf 40,17 °C, während die von Geräten mit ebenen Linsen von 33,77 °C auf 43,56 °C stieg; Bei 265 nm stieg die Übergangstemperatur von Geräten mit sphärischen Linsen von 32,64 °C auf 39,88 °C, verglichen mit einem Anstieg von 35,37 °C auf 43,69 °C bei Geräten mit ebenen Linsen. Bei 275 nm zeigten Geräte mit sphärischen Linsen einen Temperaturanstieg von 35,86 °C auf 47,18 °C, während Geräte mit ebenen Linsen einen Temperaturanstieg von 38,55 °C auf 50,48 °C zeigten.
Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Geräte mit sphärischen Linsen bei identischen Betriebsströmen durchweg eine etwa 2–3 °C niedrigere Sperrschichttemperatur aufweisen als Geräte mit ebenen Linsen. Diese messbare Temperaturreduzierung unterstreicht die überlegene Wärmemanagementleistung, die durch die Einkapselung sphärischer Linsen erreicht wird – ein besonders wichtiger Vorteil bei Hochleistungs-DUV-LED-Anwendungen, bei denen eine effiziente Wärmeableitung für die Gewährleistung einer dauerhaften Geräteleistung und langfristigen Betriebszuverlässigkeit unerlässlich ist.
Der Wärmewiderstand verschiedener Verpackungsstrukturen wurde durch Integration der gemessenen elektrischen Leistungsdaten mit der Substratoberflächentemperatur (TC), überwacht über ein Thermoelement, unter Verwendung der Standardformel Rth = (TJ − TC)/P quantifiziert. Hier ist TJ die Sperrschichttemperatur und P bezeichnet die gesamte elektrische Eingangsleistung, die als Wärme abgegeben wird. Wie in Tabelle 1, Tabelle 2, Tabelle 3 und Tabelle 4 zusammengefasst, die repräsentative Daten für 255-nm- und 265-nm-Geräte darstellen, zeigte der thermische Widerstand beider Konfigurationen einen abnehmenden Trend, wenn der Strom von 20 mA auf 60 mA anstieg. Bemerkenswert ist, dass sphärische Linsenverpackungen bei gleichen Wellenlängen- und Strombedingungen durchweg niedrigere Wärmewiderstandswerte aufwiesen als ebene Linsenverpackungen.
Tabelle 1. Testdaten für sphärische Lampenkügelchen im tiefen Ultraviolett bei 255 nm.
Tabelle 2. Testdaten für ebene UV-Lampenkügelchen bei 255 nm.
Tabelle 3. Testdaten für sphärische Lampenkügelchen im tiefen Ultraviolett bei 265 nm.
Tabelle 4. Testdaten für ebene UV-Lampenkügelchen bei 265 nm.
Abbildung 7 zeigt die IDSS-Leckage und das BV-Mapping für die Wafer A und B. Durch die Reduzierung des Überlappungsbereichs zwischen der Gate-Elektrode und der Source-Elektrode wird die Gate-Source-Leckage deutlich reduziert, was zu einer deutlich verbesserten Ausbeute von etwa 70 % führt, wie in den Abbildungen dargestellt. 7(b) und 7(d). Die nachgewiesene IDSS- und BV-Einheitlichkeit für Wafer B zeigt die Machbarkeit unserer Single-FP-Technik bei der Massenproduktion von GaN-Leistungs-HEMTs. Da die Anzahl der FPs von den herkömmlichen drei auf eins reduziert wird, kann der Herstellungsprozess erheblich vereinfacht und die gesamten Herstellungsschritte um über 30 % reduziert werden. Diese Ergebnisse zeigen, dass das Single-FP-Design eine erhebliche Reduzierung der Herstellungskosten ermöglicht, ohne die Geräteleistung hinsichtlich BV- und IDSS-Leckage zu beeinträchtigen.18) Wie aus den FIB- und SEM-Bildern in Abb. Wie aus den Abbildungen 1 und 3 hervorgeht, weist die gesamte Struktur aufgrund der einfachen Single-FP-Struktur, insbesondere im Gate-Drain-Bereich, auch ohne den Einsatz fortschrittlicher Planarisierungstechnologie eine hervorragende Planarität auf. Es wird erwartet, dass diese verbesserte strukturelle Einfachheit die Zuverlässigkeit verbessert. Das Single-FP-Design zeigt eine hervorragende Skalierbarkeit über einen weiten Spannungsbereich von 650 V bis weit über 1700 V. Die Skalierung hin zu niedrigeren Spannungen (z. B. 650 V) erfordert in erster Linie die Reduzierung des Gate-Drain-Abstands und der Feldplattenlänge, was eine strengere Prozesskontrolle erfordert, um die beabsichtigte elektrische Feldverteilung aufrechtzuerhalten und Leistungsschwankungen zu vermeiden. Umgekehrt wird die Ausweitung des Designs auf höhere Spannungen dadurch erreicht, dass diese Abmessungen vergrößert werden, um die erforderliche Sperrfähigkeit aufrechtzuerhalten – ein Ansatz, der bereits besteht
Obwohl die absolute Sperrschichttemperaturdifferenz von bescheidener Größe ist, zeigt eine Analyse auf der Grundlage der Arrhenius-Gleichung, dass diese Reduzierung um 2–3 °C die Gerätezuverlässigkeit um mehr als 15 % verbessern kann. Darüber hinaus erreicht die sphärische Linsenkonfiguration eine über 25 % höhere optische Ausgangsleistung im Vergleich zum Planlinsendesign. Diese Ergebnisse belegen insgesamt die Überlegenheit sphärischer Linsen bei der Erzielung einer verbesserten optothermischen Synergie [19–21]. Die gleichzeitige Verbesserung des Wärmemanagements und der Lichtextraktionseffizienz macht sphärische Linsen zu einer äußerst effektiven Lösung zur Steigerung der Gesamtleistung von DUV-LEDs, wie durch Arrhenius-basierte Zuverlässigkeitsmodellierung bestätigt.
K = A × e -E a / (K B T) (1)
Dabei ist K die Abbaugeschwindigkeitskonstante, A der präexponentielle Faktor, E a die Aktivierungsenergie (in eV), K B die Boltzmann-Konstante (8,617 × 10 -5 eV/K) und T die absolute Sperrschichttemperatur (in K).
Ableitung basierend auf der Arrhenius-Gleichung: Unter der Annahme, dass die Aktivierungsenergie des LED-Ausfalls E a ≈ 0,7 eV (ein typischer Wert) beträgt, ergibt sich der Beschleunigungsfaktor für die Gerätelebensdauer, wenn die Sperrschichttemperatur von 1 T auf 2 T sinkt:
L 2 / L 1 = e (E a /K B ) × (1/T 1 - 1/T 2) (2)
wobei L die mittlere Zeit bis zum Ausfall (MTTF) darstellt.
3.3. Zuverlässigkeitsanalyse
Diese Studie führte einen 1000-stündigen beschleunigten Alterungstest an lichtemittierenden Dioden (DUV-LEDs) im tiefen Ultraviolett mit Emissionswellenlängen von 255 nm, 265 nm und 275 nm unter Umgebungsbedingungen (25 °C) durch. Wie in Abbildung 3 dargestellt, stieg die relative Ausgangsintensität aller Geräte ungefähr linear mit dem Antriebsstrom im Bereich von 20–60 mA, ohne dass Anzeichen einer Sättigung beobachtet wurden. Nach der Alterung zeigten Geräte mit Planlinsen eine Verringerung der relativen Intensität um 4–20 %, während bei Geräten mit sphärischen Linsen eine Abnahme um 6–22 % auftrat. Obwohl die Geräte mit sphärischen Linsen anfangs eine höhere Ausgangsintensität lieferten, war ihre Verschlechterungsrate ähnlich der der Geräte mit ebenen Linsen. Nach 1000 Stunden Alterung zeigten beide Verpackungstypen einen deutlichen Rückgang der optischen Leistung, ohne statistisch signifikanten Unterschied in ihren Abbauraten.
Abbildung 3. Relative Ausgangsintensität von DUV-LEDs vor und nach 1000-stündiger beschleunigter Alterung bei (a) 255 nm, (b) 265 nm und (c) 275 nm. Die Tests wurden unter konstanten Bedingungen von 25 °C, 50 % relativer Luftfeuchtigkeit und einem Antriebsstrombereich von 20–60 mA durchgeführt.
Weitere Untersuchungen ergaben, dass die Abnahme der Ausgangsintensität hauptsächlich durch einen fortschreitenden Oxidationsprozess an der Elektrodengrenzfläche verursacht wird. Konkret dringen Umgebungssauerstoff (O2) und Wasserdampf (H2O) durch mikrostrukturelle Defekte oder Submikron-Lücken im Kapselungsmaterial in das Gerät ein. Diese Spezies nehmen dann an elektrochemischen Oxidationsreaktionen mit den Metallschichten der p-Typ-Elektrode (z. B. Ni/Au oder Pd/Ru) teil, wie die repräsentative Reaktion zeigt: Ni + O2 → NiOX. Dieser Oxidationsmechanismus führt zu einer Erhöhung der Grenzflächenzustandsdichte und einem erhöhten Kontaktwiderstand, was letztendlich zu einer Verschlechterung der optoelektronischen Leistung des Geräts führt [22,23,24,25].
Dieses Ergebnis hat wichtige Implikationen für die langfristige Anwendung und Linsenauswahl. Dies deutet darauf hin, dass der optische Leistungsvorteil sphärischer Linsen mit zunehmender Betriebszeit allmählich abnehmen kann, wenn die Dichtigkeit der Verpackung nicht weiter verbessert wird. Daher bleiben sphärische Linsen für Anwendungen, die kurz- bis mittelfristig eine Spitzenintensität erfordern, die optimale Wahl. Im Gegensatz dazu bieten Planlinsen – mit ihrem etwas geringeren Anfangswirkungsgrad, aber einem stabileren Degradationsverlauf – für Anwendungen, bei denen eine gleichbleibende Leistung und minimaler Wartungsaufwand über eine sehr lange Lebensdauer im Vordergrund stehen, möglicherweise eine zuverlässigere Option.
Die Analyse der thermischen Leistung zeigt, dass tief-ultraviolette LED-Geräte mit Wellenlängen von 255 nm, 265 nm und 275 nm – sowohl in sphärischer als auch in planer Linsenkonfiguration verpackt – nach 1000 Stunden Alterung bei Umgebungstemperatur eine hervorragende thermische Stabilität über Betriebsströme von 20 bis 60 mA beibehalten. Wie in Abbildung 4 dargestellt, stiegen die bei identischen Strömen gemessenen Sperrschichttemperaturen bei allen Geräten nach dem Alterungsprozess leicht an. Dieser Anstieg nach der Alterung war jedoch minimal und reichte von 0 bis 1 °C, was innerhalb der experimentellen Messunsicherheit von ±0,5 °C liegt und statistisch nicht signifikant war (p > 0,05). Dieses konsistente thermische Verhalten ist auf das optimierte Wärmemanagementdesign der Geräte zurückzuführen, das zwei Schlüsselelemente umfasst: Erstens dient ein AlN-Keramiksubstrat mit hoher Wärmeleitfähigkeit (κ = 170 W/m·K) als primäres Wärmeverteilungsmaterial [26,27,28]; und zweitens wird eine integrierte hocheffiziente Kühlkörperstruktur verwendet. Zusammen reduzieren diese Komponenten effektiv den Hitzestau. Es ist bemerkenswert, dass AlN eine hohe thermische Stabilität aufweist – die 1000-stündige Alterungszeit bei Raumtemperatur führte zu keiner wesentlichen Veränderung seiner Kristallstruktur oder Wärmeleitfähigkeit (Änderungsrate < 1 %) [29,30,31,32].
Abbildung 4. Sperrschichttemperatur (TJ, °C) von DUV-LEDs vor und nach 1000 Stunden beschleunigter Alterung. (a) 255 nm; (b) 265 nm; (c) 275 nm. Die Tests wurden unter konstanten Bedingungen von 25 °C, 50 % relativer Luftfeuchtigkeit und einem Antriebsstrombereich von 20–60 mA durchgeführt.
Diese Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Alterung bei Raumtemperatur unter den beschriebenen Versuchsbedingungen vor allem zu einer Verringerung der optischen Ausgangsleistung (4–22 %) bei LEDs im tiefen Ultraviolett führt, ohne deren thermische Leistung wesentlich zu beeinträchtigen. Der Grund liegt darin, dass die Alterung bei Raumtemperatur hauptsächlich die optoelektronischen Schnittstellen beeinträchtigt (z. B. durch Elektrodenoxidation), während kritische Wärmemanagementkomponenten – nämlich das AlN-Substrat und der Kühlkörper – während des Alterungsprozesses ihre strukturelle und funktionale Integrität behalten.
4. Alterungsbehandlung mit verpackter, tief-ultravioletter LED
Basierend auf den in Abschnitt 2 und Abschnitt 3 vorgestellten photothermischen Eigenschaften und Zuverlässigkeitsergebnissen wurden spezifische DUV-LED-Konfigurationen für die photochemischen Reifungsexperimente von Gelbwein ausgewählt. In Abschnitt 2 wurde gezeigt, dass sphärische Linsen bei Wellenlängen von 255 nm, 265 nm und 275 nm eine mindestens 25 % höhere optische Leistung liefern als ebene Linsen. Alle Konfigurationen zeigten auch eine zuverlässige thermische Leistung, wobei sphärische Linsen die Verbindungstemperatur um 2–3 °C reduzierten. Die 1000-Stunden-Alterungstests in Abschnitt 3 bestätigten außerdem eine hervorragende thermische Stabilität und akzeptable Degradationsraten für beide Linsentypen über alle drei Wellenlängen hinweg.
Versuchsmodell zur Bestrahlung von Gelbwein. Das Bestrahlungsmodell für Gelbwein ist in Abbildung 5 dargestellt. Die experimentelle Konfiguration war wie folgt: Ein 10,0-ml-Volumen Hua Diao-Gelbweins wurde in einer Standard-Quarzküvette mit einer optischen Weglänge von 10 mm versiegelt. Eine DUV-LED (verpackt mit einer sphärischen oder ebenen Linse) wurde auf der Innenfläche des Küvettendeckels montiert, wobei ein fester Abstand von 5,0 mm zwischen der LED-Linse und der Oberfläche der Gelbweinlösung eingehalten wurde. Um photochemische Effekte von Störvariablen zu isolieren, wurde die Küvette mit einer PTFE-Auskleidung (Polytetrafluorethylen) versiegelt und die gesamte Baugruppe in einen temperaturgesteuerten Inkubator mit einer Temperatur von 25,0 ± 0,5 °C gestellt, wodurch der Einfluss der Lösungsmittelverdunstung und thermischer Schwankungen auf den Alterungsprozess eliminiert wurde.
Abbildung 5. Versuchsmodell zur Bestrahlung von Gelbwein. Schematische Darstellung des DUV-Bestrahlungsaufbaus für Gelbwein: 10,0 ml Hua Diao-Gelbwein, versiegelt in einer Quarzküvette mit 10 mm optischem Weg. Auf der Innenfläche des Küvettendeckels wurde eine DUV-LED (sphärische/ebene Linse verpackt) montiert, wobei ein fester Abstand von 5,0 mm zur Oberfläche der Gelbweinlösung eingehalten wurde.
Als Bestrahlungsquellen wurden daher letztlich DUV-LEDs mit den Wellenlängen 255 nm, 265 nm und 275 nm ausgewählt, die jeweils sowohl mit sphärischen als auch mit planen Linsen ausgestattet sind. Diese auf validierter Systemleistung basierende Komponentenauswahl macht die nachfolgenden Experimente von einer eigenständigen Fallstudie zu einer gezielten und bewussten Überprüfung der Eignung für die beabsichtigte Anwendung.
Diese Studie wurde mit einer systematischen Bewertung der Machbarkeit des Einsatzes der Technologie der tiefen ultravioletten Strahlung (DUV) im Alterungsprozess von Gelbwein eingeleitet. Gelber Wein unter Verwendung der Ultraviolett-Vis-Absorptionsspektroskopie (UV-Vis). Wie in Abbildung 6a dargestellt, zeigten die Gelbweinproben eine ausgeprägte Absorption im ultravioletten Spektrum unterhalb von 360 nm, wobei eine besonders starke und kontinuierliche Absorptionsbande zwischen 200 und 280 nm beobachtet wurde. Dieses spektrale Verhalten weist darauf hin, dass mehrere organische Bestandteile im Gelbwein – wie phenolische Verbindungen, carbonylhaltige Moleküle (z. B. Aldehyde und Ketone) und aromatische Spezies – über eine erhebliche Absorptionskapazität im DUV-Bereich verfügen. Eine solche Absorption kann eine Reihe photophysikalischer und photochemischer Prozesse auslösen, darunter Elektronenanregung, molekulare Dissoziation und Reaktionen freier Radikale. Diese Ergebnisse bilden eine theoretische Grundlage für den späteren Einsatz von DUV-LED-Quellen zur Erzielung gezielter und kontrollierter Alterungsprozesse.
Abbildung 6. UV-Vis-Absorptions- und Fluoreszenzemissionsspektren von Gelbwein vor und nach DUV-LED-Bestrahlung. (a) UV-Vis-Absorptionsspektrum von ungereiftem Hua Diao-Gelbwein (200–400 nm), das eine starke UV-Absorption zeigt; (b–d) Fluoreszenzemissionsspektren von Weinproben, die 0, 10, 20 bzw. 30 Tage lang mit DUV-LEDs mit 255 nm (b), 265 nm (c) und 275 nm (d) (mit sphärischer und planer Linse verpackt) bestrahlt wurden.
Nach Abschluss der UV-Absorptionscharakterisierung wurde eine Reihe sorgfältig kontrollierter Experimente entwickelt, um den Einfluss optischer Linsenkonfigurationen auf die Effizienz der photokatalytischen Alterung im tiefen Ultraviolett zu bewerten. Als Bestrahlungsquellen wurden tief-ultraviolette LEDs mit drei unterschiedlichen Zentralwellenlängen (255 nm, 265 nm und 275 nm) und zwei Linsengeometrien (sphärisch und plan) ausgewählt. Die Experimente wurden über drei Behandlungsdauern – 10 Tage, 20 Tage und 30 Tage – durchgeführt, um die zeitliche Entwicklung der chemischen Eigenschaften von Gelbwein systematisch zu untersuchen. Um eine konsistente Basislinie der Gesamtstrahlungsenergie über alle Vergleichsexperimente hinweg zu gewährleisten, umfassten die Bestrahlungsverfahren eine unabhängige Anpassung des Antriebsstroms (oder der Antriebsspannung) für jede Linsenkonfiguration, sodass die gesamte optische Leistung, die die Probenoberfläche erreicht, einen vordefinierten, einheitlichen Standard erreichte. Dieser Kalibrierungsschritt eliminierte effektiv Ungleichheiten bei der Energiezufuhr, die aus inhärenten Schwankungen der Quelleneffizienz resultieren. Folglich können alle beobachteten Unterschiede in den Alterungsergebnissen direkt und ausschließlich auf Variationen in der räumlichen Verteilung von Photonen – d. h. dem optischen Feld – zurückgeführt werden, die durch die Linsengeometrie definiert werden.
Die Entwicklung des charakteristischen Emissionspeaks bei 460 nm unter verschiedenen Linsentypen und Behandlungsdauern ist in Abbildung 6b–d dargestellt. Bei Bestrahlung bei 255 nm zeigte die Planlinsengruppe Emissionsintensitäten von 31.000 AU, 32.500 AU, 35.000 AU und 36.000 AU nach 0, 10, 20 bzw. 30 Behandlungstagen. Im Vergleich dazu zeigte die sphärische Linsengruppe unter denselben Bedingungen Werte von 31.000 AU, 34.000 AU, 37.000 AU und 34.500 AU. Bei 265 nm erzeugte die ebene Linse Spitzenintensitäten von 31.000 AU, 32.400 AU, 34.000 AU und 36.500 AU, während die sphärische Linse zu den entsprechenden Zeitpunkten Werte von 31.000 AU, 32.500 AU, 37.250 AU und 33.000 AU ergab. Für die 275-nm-Gruppe ergab die ebene Linse Intensitäten von 31.000 AU, 32.000 AU, 34.000 AU und 36.000 AU, verglichen mit 31.000 AU, 33.000 AU, 40.000 AU und 35.000 AU für die sphärische Linse im gleichen Zeitraum.
Die Daten zeigen, dass die sphärische Linse unter identischen Wellenlängen- und Dauerbedingungen im Vergleich zur ebenen Linse durchweg höhere Spitzenintensitäten bei 460 nm erzeugte, was ihre überlegene optische Energieabgabe bestätigt. Diese erhöhte Energie korreliert mit erhöhten photokatalytischen Reaktionsraten und beschleunigten Alterungseffekten. Die Verbesserung wird auf die überlegene Fokussierungsfähigkeit der sphärischen Linse zurückgeführt, die die Energiedichte pro Flächeneinheit erhöht und wichtige photochemische Prozesse wie Alkoholoxidation und Veresterung fördert.
Es ist bemerkenswert, dass nach 30 Tagen Bestrahlung alle sphärischen Linsengruppen eine Verringerung der Spitzenintensität aufwiesen: von 37.000 auf 34.500 AU bei 255 nm, von 37.250 auf 33.000 AU bei 265 nm und von 40.000 auf 35.000 AU bei 275 nm. Dies deutet darauf hin, dass eine längere Einwirkung hoher Energie zu einem Photoabbau oder einer Überoxidation bestimmter Bestandteile des Gelbweins führen kann, was letztendlich die Vorteile der Alterung zunichte macht. Im Gegensatz dazu zeigten die Planlinsengruppen über den gesamten Zeitraum einen stetigen Anstieg der Signalintensität, was einen moderateren und kontrollierbaren photochemischen Prozess widerspiegelt, der für eine längere Alterung geeignet ist.
Die mechanistische Analyse zeigt, dass diese Unterschiede auf die unterschiedlichen Photonenflussverteilungen und Energieübertragungseffizienzen zurückzuführen sind, die mit den beiden Linsentypen verbunden sind. Die sphärische Linse erzeugt lokalisierte Hochenergiezonen, die die Erzeugung reaktiver freier Radikale (z. B. ·OH) erleichtern und dadurch möglicherweise nicht-enzymatische Bräunungsreaktionen wie die Maillard-Reaktion und den Strecker-Abbau katalysieren können [33,34]. Im Gegensatz dazu sorgt die ebene Linse für eine gleichmäßigere und geringere Fluenzdichte, was allmähliche molekulare Transformationen begünstigt und eine nachhaltige Alterungskinetik unterstützt.
Zusammenfassend zeigt diese Studie durch Analyse mehrerer Wellenlängen und mehrerer Zeiträume die entscheidende Rolle der Linsengeometrie bei der photokatalytischen DUV-Alterung. Sphärische Linsen eignen sich optimal für eine kurzfristige, hochintensive Alterung, während ebene Linsen besser für eine längere, kontrollierte Alterung geeignet sind. Diese Erkenntnisse liefern wertvolle Erkenntnisse und eine wissenschaftliche Grundlage für die Entwicklung präziser optischer Alterungstechnologien in der Gelbweinverarbeitung.
5. Schlussfolgerung
Diese Studie zeigt, dass die sphärische Linsengeometrie vor allem durch ihre hohe numerische Apertur und ihr effizientes Lichtsammeldesign die optische Ausgangsleistung von DUV-LEDs im Vergleich zu herkömmlichen Planlinsen deutlich um ≥25 % steigert. Dieser Gewinn wird zusammen mit einem gut verwalteten optischen Gesamtverlust innerhalb des Paketsystems erzielt. Bei einer Wellenlänge von 265 nm und einem Antriebsstrom von 30 mA weist die sphärische Linse einen deutlichen optischen Vorteil auf und führt zu einer Intensitätssteigerung von 9000 AE im Vergleich zur ebenen Linse – und bietet damit einen praktikablen Weg zur Optimierung optischer Hochleistungs-DUV-LED-Systeme. Darüber hinaus zeigen experimentelle Ergebnisse, dass die sphärische Linse die Übergangstemperatur durch einen verbesserten Wärmewiderstand um 2–3 °C senkt. Laut Arrhenius-basierter Zuverlässigkeitsmodellierung kann diese Temperaturreduzierung die Lebensdauer des Geräts um mehr als 15 % verlängern, was seine praktische Bedeutung für Anwendungen unterstreicht, die einen längeren Betrieb erfordern, wie z. B. Desinfektion und Wasseraufbereitung.
Nach 1000-stündigen Alterungstests zeigte die auf einem AlN-Keramiksubstrat basierende Verpackung eine bemerkenswerte thermische Stabilität, wobei die Schwankung der Verbindungstemperatur auf 0–1 °C beschränkt war. Dennoch ging die optische Leistung um 4–22 % zurück, was hauptsächlich auf die Oxidation der Elektroden zurückzuführen ist. Daher stellt die Verbesserung der Verpackungshermetik eine entscheidende Richtung für zukünftige Forschung dar, die darauf abzielt, die Gesamtlebensdauer von Geräten zu verbessern.
Im Zusammenhang mit der Alterung des Hua Diao Yellow Wine erzielten sphärische Linsen aufgrund ihrer höheren optischen Leistung innerhalb von 20 Tagen optimale Alterungsergebnisse. Eine längere Bestrahlung über 30 Tage führte jedoch zu einer verringerten Wirksamkeit, was auf eine mögliche Überalterung schließen lässt. Im Gegensatz dazu führten Planlinsen zu einem stabileren und lineareren Alterungsverhalten. Diese Ergebnisse unterstützen einen dualen Strategieansatz für die Gelbweinindustrie: Sphärische Linsen können eine schnelle, kurzfristige Reifung ermöglichen, während ebene Linsen besser für kontrollierte, langfristige Alterungsprozesse geeignet sind, bei denen die Qualitätskonsistenz im Vordergrund steht.
Autorenbeiträge
Konzeptualisierung, JS und JZ; Methodik, JS und YL; Validierung, TW, PW und YL; Formale Analyse, JS; Untersuchung, JS, TW, PW und YL; Ressourcen, TW, PW und YL; Datenkuration, JS und PW; Schreiben – Originalentwurf, JS; Schreiben – Rezension und Bearbeitung, TW und JZ; Aufsicht, JZ; Projektverwaltung, JZ; Finanzierungseinwerbung, JZ Alle Autoren haben die veröffentlichte Version des Manuskripts gelesen und sind damit einverstanden.
Finanzierung
F&E-Programm der Provinz Jiangsu (Grant-Nr. BE2023048).
Datenverfügbarkeitserklärung
Die den in diesem Dokument präsentierten Ergebnissen zugrunde liegenden Daten sind derzeit nicht öffentlich verfügbar, können aber auf begründete Anfrage von den Autoren angefordert werden.
Interessenkonflikte
Die Autoren Peng Wu und Yitao Liao waren bei der Firma Liyu Advanced Technology Co. Ltd. angestellt. Die übrigen Autoren erklären, dass die Forschung in Abwesenheit jeglicher kommerzieller oder finanzieller Beziehungen durchgeführt wurde, die als potenzieller Interessenkonflikt ausgelegt werden könnten.
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